Schutzkonzepte an Schulen nachhaltig gestalten

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Schulen kommt im Kinder- und Jugendschutz eine besondere Bedeutung zu: Als zentrale Lern- und Lebensorte können sie Schutz vor sexualisierter Gewalt stärken und zugleich verlässliche Zugänge zu Hilfe eröffnen, wenn Schüler*innen innerhalb oder außerhalb der Schule Gewalt erfahren. Damit Schutz nicht von einzelnen Personen oder situativen Entscheidungen abhängt, braucht es verbindliche Strukturen, klare Verantwortlichkeiten und abgestimmte Verfahren. Schutzkonzepte führen diese Elemente zusammen und verankern Prävention und Intervention systematisch im Schulalltag. Ihre Entwicklung ist kein einmaliger Akt, sondern ein längerfristiger Organisationsentwicklungsprozess, der fachliche Orientierung, Beteiligung und kontinuierliche Weiterentwicklung erfordert.

Steuerungsgruppen zur fachlichen Prozessbegleitung

Mit unserem Angebot begleiten wir weiterführende Schulen dabei, diesen Prozess strukturiert zu beginnen und erste zentrale Bausteine für die eigene Schule zu entwickeln. Die einzelnen Termine verbinden fachliche Wissensvermittlung mit der konkreten Arbeit am eigenen Schutzkonzept und dem schulübergreifenden Austausch.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Mitarbeitende weiterführender Schulen, die an der Entwicklung, Umsetzung oder Weiterentwicklung eines schulischen Schutzkonzeptes beteiligt sind, z.B.

  • Schulleitungen
  • Lehrkräfte
  • Schulsozialarbeit und weitere pädagogische Fachkräfte
  • Mitglieder schulinterner Steuerungs- oder Schutzkonzeptgruppen

Für die kontinuierliche Arbeit über das Schuljahr hinweg empfehlen wir, möglichst eine feste Ansprechperson pro Schule zu benennen.

Sollten sich mehrere Schulen derselben Schulform anmelden, können perspektivisch auch schulformspezifische Austausch- und Begleitformate entstehen.

Terminübersicht und Anmeldebedingungen

 

10.12.2026
14:00-17:00
Modul I
18.02.2027
14:00-17:00
Modul II
18.03.2027
14:00-17:00
Modul III
22.04.2027
14:00-17:00
Modul IV
24.06.2027
14:00-17:00
Modul V

Kosten: 180,- € für die gesamte Reihe, Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zum 31.09.2026 nur 160,- €

Anmeldeschluss: 31.11.2026

Anmeldung: über anmeldung@frauennotruf-heidelberg.de

Bitte geben Sie bei der Anmeldung eine vollständige und korrekte Rechnungsadresse an. Mit Ihrer Anmeldung erkennen Sie unsere Anmeldebedingungen an.

Inhaltliche Schwerpunkte der Termine

Modul I: Grundlagen zu sexualisierter Gewalt und Schutzkonzepten

Termin: 10. Dezember 2026
  • Basiswissen, Täter*innenstrategien, zentrale Bausteine von Schutzkonzepten und erste Standortbestimmung

Modul II: Haltung, Leitbild und Verhaltenskodex

Termin: 18. Februar 2027
  • gemeinsame Haltung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, (Weiter)Entwicklung eines Leitbildes, Verhaltenskodex sowie Fragen von Nähe, Distanz und Grenzachtung

Modul III: Risiko- und Potenzialanalyse

Termin: 18. März 2027
  • Risiken und Schutzfaktoren im Schulalltag, methodische Zugänge und Ableitung zentraler Entwicklungsbedarfe

Modul IV: Intervention und Interventionsplan

Termin: 22. April 2027
  • Handlungssicherheit im Verdachtsfall, Zuständigkeiten, Verfahrenswege und Kooperation mit externen Fachstellen

Modul V: Nachhaltige Verankerung, Weiterentwicklung und Abschlussreflexion

Termin: 24. Juni 2027
  • Zusammenführung zentraler Bausteine, Verstetigung im Schulalltag und Planung der nächsten Schritte.

Die inhaltliche Ausgestaltung der einzelnen Termine erfolgt bedarfsorientiert. Je nach Arbeitsstand, Fragestellungen und Bedarfen der Teilnehmenden können sich die gesetzten Schwerpunkte im Verlauf entsprechend verschieben.

Perspektive für das folgende Schuljahr

Die vier Termine verstehen sich als Einstieg in einen längerfristigen Entwicklungsprozess. Für das folgende Schuljahr wird voraussichtlich weitere Begleitung mit weiteren Terminen angeboten werden.

Die konkreten Inhalte sollen sich stärker an den bis dahin entstandenen Bedarfen der teilnehmenden Schulen orientieren. Denkbar sind beispielsweise Vertiefungen zu Risiko- und Potenzialanalyse, Intervention, digitaler sexualisierter Gewalt, Partizipation, Elternarbeit oder der nachhaltigen Verankerung und Evaluation des Schutzkonzeptes.

Hier finden Sie die Informationen als PDF.