Es reicht – gemeinsam gegen Sozialkahlschlag, Aufrüstung und Rechtsruck

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Am 27. Juli 2026 gingen in Heidelberg rund 1.000 Menschen auf die Straße, um gegen den Abbau sozialer Strukturen, Aufrüstung und den gesellschaftlichen Rechtsruck zu demonstrieren. Rund 30 Organisationen, Initiativen, Gewerkschaften und Parteien hatten zu der gemeinsamen Demonstration aufgerufen. Auch wir als Frauennotruf waren mit dabei und haben auf dem Uniplatz einen Redebeitrag gehalten.

Kürzungen bedrohen Unterstützung und erkämpfte Errungenschaften

Als Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt erleben wir täglich, wie wichtig verlässliche soziale Sicherungs- und Unterstützungsnetze für Menschen sind, die Gewalt erfahren. Frauen, Mädchen und LINTA*-Personen brauchen nicht weniger Unterstützung, sondern mehr. Wenn Beratungsstellen überlastet sind, bezahlbarer Wohnraum fehlt oder finanzielle Absicherung nicht gewährleistet ist, wird der Weg aus Gewalt für viele Betroffene noch schwieriger.

Gleichzeitig erleben wir, dass feministische Errungenschaften zunehmend unter Druck geraten. Beratungsstellen, Präventionsangebote, Gleichstellung und der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie wurden über Jahrzehnte von feministischen Bewegungen erkämpft. Heute werden sie durch Sozialkürzungen, antifeministische Positionen und den gesellschaftlichen Rechtsruck wieder infrage gestellt.

Gewalt ist politisch. Antifeminismus ist kein Randthema. Und soziale Sicherheit ist eine Frage gesellschaftlicher Prioritäten.

Wir stehen zusammen

Wenn soziale Angebote gekürzt und gleichzeitig Milliarden für Aufrüstung und Militarisierung bereitgestellt werden, ist das keine alternativlose Entwicklung. Es ist eine politische Entscheidung darüber, welche Form von Sicherheit geschaffen werden soll.

Unsere Antwort darauf ist Solidarität: Wir stehen zusammen, erheben unsere Stimmen und lassen uns nicht spalten. Denn nur vereint können wir uns gegen den Abbau sozialer Strukturen wehren.

Deshalb haben wir uns gemeinsam mit Gewerkschaften, Initiativen gegen Armut, Beschäftigten aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, feministischen und antifaschistischen Gruppen sowie weiteren Bündnispartner*innen auf der Straße gezeigt. Denn unsere Kämpfe gehören zusammen: für soziale Gerechtigkeit, gegen Antifeminismus und Rechtsruck, für Schutz vor Gewalt und für eine Gesellschaft, in der Menschen wichtiger sind als Profite.

Wir bleiben solidarisch und gemeinsam aktiv. Denn soziale Sicherheit ist kein Luxus – sie ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben.