„Luisa ist hier!“ ist ein Hilfsangebot, dass sich an Frauen* im Nachtleben richtet und ihnen unmittelbare und diskrete Hilfe anbieten. 

Denn leider sind sexistische Anmachen und sexualisierte Übergriffe für viele Frauen* Alltagsrealität – besonders im Nachtleben. 

Als Frauennotruf ist es uns ein Anliegen, dass alle Frauen* möglichst sicher feiern gehen können, daher haben wir die bundesweite Kampagne „Luisa ist hier!“ 2018, zusammen mit dem Frauen- und Mädchennotruf e.V. Mannheim, in den Rhein- Neckar- Kreis geholt. Wir wollen damit ein Zeichen setzen gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum.

Wie funktioniert „Luisa ist hier“?

Wanderausstellung im Haus der Begegnung

„Die Hälfte des Himmels – 99 Frauen und Du“ ist eine Wanderausstellung zu Frauen, Gewalt und Selbstbewusstsein, die von Montag, 13. Mai, bis Mittwoch, 29. Mai 2019, im Haus der Begegnung am Universitätsplatz, Merianstraße 1, 69117 Heidelberg, zu sehen ist. Der Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen e.V. zeigt sie in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg. Bürgermeister Wolfgang Erichson wird die Ausstellung zusammen mit Renate Kraus vom Frauennotruf, der Ausstellungsgestalterin Annette Schiffmann sowie mit Frauen, die in der Ausstellung portraitiert werden, am Montag, 13. Mai, um 19 Uhr eröffnen. 

„Die Hälfte des Himmels – 99 Frauen und Du“ portraitiert 99 Frauen zwischen 16 und 92 Jahren. Sie zeigt keine Opfer, sondern Frauen in ihrer Vielfalt an Erfahrungen mit Gewalt und Wegen aus der Gewalt heraus. Durch Interviews auf Audio-Guides erfahren Besucherinnen und Besucher von den persönlichen Wünschen, Gedanken, Verletzungen und Auswegen der Frauen. 

Die Ausstellung hatte im November 2010 in Heidelberg Premiere und wandert seither durch Deutschland. Nun kehrt sie nach über 90 Eröffnungen an verschiedenen Ausstellungsorten an ihren Ursprungsort in Heidelberg zurück.

Pressemitteilung des Frauennotrufs zum Internationalen Frauentag am 08. März

Jedes Jahr treten Frauen weltweit am 8. März für ihre Rechte und für ein Leben frei von Gewalt ein. Sie erhalten dabei mittlerweile Rückenwind von der Istanbul-Konvention. Das Übereinkommen des Europarats benennt Gewalt gegen Frauen und Mädchen als eine Hauptursache für die mangelnde  Gleichberechtigung und fordert umfassende Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt und vor Diskriminierung. 

Gewaltfreiheit geht nicht ohne Gleichberechtigung, beides aber auch nicht ohne ausreichend Geld für Hilfsangebote.

Seit mehr als 30 Jahren setzen sich ambulante Fachberatungsstellen gegen  Gewalt an Frauen und Mädchen ein und bieten schnelle Hilfe und Beratung bei aktuellen oder zurückliegenden Gewalterfahrungen. Grundlage der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ursachen geschlechtsspezifischer Gewalt und deren Ausprägungen.

Ebenso lange arbeiten die Beratungsstellen jedoch mit viel zu geringen Ressourcen und am Rande ihrer Kapazitäten. Sehr viele Beratungsstellen haben nur zwei oder noch weniger Personalstellen. Vielerorts gibt es gar keine Beratungsstelle. Frauen und Mädchen müssen oft  auch in akuten Situationen Wartezeiten oder lange Wege in Kauf nehmen, um Hilfe zu bekommen. Es bedarf eines bundesweiten Ausbaus spezialisierter Fachberatungsstellen – auch in Heidelberg.